Schriftgrad
Kontrast
Blaufilter

Landrat Dr. Ronny Raith besuchte die Geburtshilfe in der Arberlandklinik Zwiesel

Die Klinik erhält rund 750.000 € aus dem Förderprogramm für kleine Geburtshilfestationen



Samartha Janwadkar, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe an der Arberlandklinik Zwiesel, hatte diesmal besonders erfreuliche Nachrichten zu vermelden: „2025 durften wir insgesamt 349 Geburten begleiten und damit deutlich mehr als im Jahr davor. Damit sind wir eine von wenigen Kliniken in Deutschland, die einen Zuwachs vermelden kann“, führte sie aus. Allein dieser Umstand spreche für die Qualität der Klinik, ergänzte Landrat Dr. Ronny Raith.

Raith bedankte sich auch bei den anwesenden Hebammen und Hebammenstudentinnen dafür, eine geburtshilfliche Versorgung in Zwiesel für den Landkreis Regen anbieten zu dürfen. „Es ist allein ihr Verdienst, dass sie den Menschen in der Region die Sicherheit eines neuen Lebensabschnitts bieten können.“ Umso wertvoller sei es, neuen Hebammen-Nachwuchs auszubilden. Dies komme der fachlichen und medizinischen Kompetenz der Klinik zugute. „Es gibt wenig Berufe, die so von Erfahrung und Menschenkenntnis leben wie die Tätigkeit als Hebamme“, zollte Raith Respekt.

Im Rahmen des seit 2018 bestehenden Geburtshilfe-Förderprogramms für Geburtsstationen im ländlichen Raum erfolgte Anfang des Jahres die Zuwendung erneuter Fördergelder in Höhe von rund 750.000 Euro. Die Maßnahme wird dabei durch die Regierung von Oberfranken mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege bewilligt. Diese finanziellen Mittel seien elementar wichtig, um auch künftig die Attraktivität der Arberlandkliniken zu erhalten, erklärte Raith.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach betonte: „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass es für werdende Mütter in ganz Bayern eine wohnortnahe und hochwertige Versorgung mit Geburtshilfe und mit Angeboten der Wochenbettbetreuung gibt. Deshalb hat der Freistaat dieses wichtige Förderprogramm bis Ende 2027 verlängert und allein im letzten Jahr dafür insgesamt fast 28 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Seit dem Start des Förderprogramms wurden bayernweit schon über 150 Millionen Euro bewilligt. Ich freue mich, dass wir im Rahmen unseres Förderprogramms ‚Zukunftsprogramm Geburtshilfe‘ auch den Landkreis Regen unterstützen können.“

Das Förderprogramm verfolgt zwei Ziele: Landkreise und kreisfreie Städte über zwei Fördersäulen finanziell zu unterstützen und eine im Freistaat flächendeckend zur Verfügung stehende Geburtshilfe auf hohem Niveau sicherzustellen. Die erste Fördersäule dient vorrangig der Unterstützung, Stärkung und Sicherstellung der geburtshilflichen Hebammenversorgung sowie der Wochenbettbetreuung, während die zweite Säule das Defizit von Geburtshilfeabteilungen im ländlichen Raum ausgleicht. Voraussetzung ist, dass die Kliniken Hauptversorger in ihrer Region sind und eine relative geringe Geburtenzahl nachweisen. Landkreise und kreisfreie Städte erhalten maximal 85 Prozent der Summe des auf die Geburtshilfe entfallenen Defizits aus dem Vorjahr – maximal jedoch eine Million Euro pro Jahr.
 






Zurück