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Die Arberlandkliniken haben erneut ihr Energiemanagementsystem zertifiziert

Zum wiederholten Male ist es gelungen, den Energieverbrauch an den Klinikstandorten in Viechtach und Zwiesel weiter zu senken. Das ist der konsequenten Umsetzung vielfältiger Maßnahmen zu verdanken. Dabei zeigt sich oft: Schon Kleinigkeiten können viel bewirken.



Um die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern und den CO2-Ausstoß weiter zu verringern, haben sich die Arberlandkliniken den Standards des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018 verpflichtet – und die entsprechende Zertifizierung für weitere drei Jahre erhalten. Der Geltungsbereich umfasst dabei alle medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Dienstleistungen für die Bevölkerung an den Klinikstandorten Zwiesel und Viechtach, ambulant wie stationär.

Viele Maßnahmen sind seit der Erstzertifizierung im Jahr 2022 schrittweise umgesetzt worden. In Zwiesel wurden etwa die Dampfspülmaschine in der Küche und die Containerwaschanlage in der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung erneuert. Umkleiden, Toiletten und wenig genutzte Räume haben überwiegend Bewegungsmelder für die Beleuchtung erhalten. Auf den Stationen erfolgte zudem eine schrittweise Umstellung auf LED-Beleuchtung, während auch auf einem Großteil der Parkplätze inzwischen LED-Leuchtmittel zum Einsatz kommen.  

Im Krankenhaus in Viechtach wurden ebenso zusätzliche Bewegungsmelder installiert, dazu kommt die Anpassung der Beleuchtungsstärke auf Gängen und in Räumen sowie die Optimierung der Lüftungen. Aktuell erfolgt beispielsweise die Erneuerung der Hackschnitzelheizung, welche den Großteil der Wärmeerzeugung am Klinikum übernimmt. Auch bei sämtlichen Neuanschaffungen und Modernisierungsmaßnahmen wird auf eine stimmige Energieeffizienz geachtet. Weiteres Potenzial birgt darüber hinaus der Ausbau der Photovoltaikanlagen. „Damit wollen wir zukünftig noch mehr Strom ins hauseigene Netz speisen, welcher bereits jetzt vollumfänglich selbst genutzt wird“, erzählt Jürgen Bayerl, Energiemanagementbeauftragter und Elektrofachkraft in der technischen Abteilung der Arberlandklinik Viechtach. Insgesamt 155.000 kWh wurden so im Jahr 2024 erzeugt.  


Gebäudeleittechnik in vielerlei Hinsicht optimiert

Mindestens fünf Prozent Energie je Quadratmeter Nettogrundfläche waren das Ziel gegenüber dem Jahr 2021 einzusparen. „Dieses Ziel haben wir mehr als erreicht“, sagt Bayerl. Und ergänzt: „Dank der Anstrengungen unserer Technikteams und der Mithilfe jedes Einzelnen konnte der Wert sogar auf über zehn Prozent gesteigert werden.“ Denn schon kleine Maßnahmen im Alltag beim verantwortungsvollen Umgang mit energetischen Ressourcen zeigen große Wirkung. Das weitere Vorgehen ist für Bayerl klar: Die energiebezogene Leistung weiter kontinuierlich verbessern und Investitionsentscheidungen auf einer zukunftsorientierten Basis treffen.  

Gut zu wissen: Die Arberlandkliniken waren Teil eines sogenannten Konvois der Klinik-Kompetenz-Bayern eG (KKB), ein freiwilliger Zusammenschluss von aktuell 64 bayerischen kommunalen und freigemeinnützigen Krankenhäusern. Insgesamt sechs KKB-Mitglieder mit ursprünglich 15 Klinikstandorten hatten sich zur Einführung eines Energiemanagementsystems, welche durch das Institut für Energietechnik (IfE) an der OTH in Weiden betreut wurde, zusammen auf den Weg gemacht, die Zertifizierung gemeinsam zu erreichen. Die Verantwortlichen der Arberlandkliniken freuen sich sehr, erneut als erster der sechs Klinikträger die Rezertifizierung für beide Standorte erhalten zu haben.
 






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