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Woche der Pflege und Teilhabe

Landrat Dr. Ronny Raith beteiligt sich an einem Rollentausch in der Arberlandklinik Zwiesel - Schulsanitäter erfahren, wie sich Verletzungen behandeln und Leben retten lassen



Pflege ist mehr als ein Beruf – sie ist ein Ausdruck von Empathie, Verantwortung und menschlicher Nähe. Nicht nur in Krankenhäusern leisten Fachkräfte Tag für Tag Herausragendes. Sie kümmern sich um die körperliche und seelische Gesundheit von Menschen in allen Lebensphasen, oft unter herausfordernden Bedingungen.

An einem besonderen Rollentausch nahm diesmal Regens Landrat Dr. Ronny Raith teil. Frühmorgens um kurz vor 6 Uhr trat er am Tag der Pflege seinen Dienst auf Station 1 in der Arberlandklinik Zwiesel an. Willkommen geheißen wurde er von Christian Baumann (Bereichsleitung Chirurgie) und Stationsleiterin Ingrid Schwarz. Bei einer gemeinsamen Stationsbesprechung ging man kurz den weiteren Ablauf durch und löste die Kolleginnen und Kollegen der Nachtschicht ab. Statt Anzug und Krawatte standen diesmal Kasack und Schlupfhose zur Wahl – ganz in weiß.


Auf Visite die Abläufe kennengelernt


Was einem der Pflegeberuf abverlangt, konnte Raith hautnah miterleben. Dabei stand zunächst die Körperpflege von Patienten auf dem Programm, ehe das Frühstück unter fachkundiger Anweisung ausgegeben wurde. Bei einer anschließenden Visite begleitete der Landrat das Behandlungsteam aus Arzt und anderen Pflegekräften. Ein operierter Leistenbruch wurde begutachtet, während ein weiterer Patient nach Hause verabschiedet werden konnte. All das will sauber dokumentiert sein – ein immenser zeitlicher Aufwand, wie Raith ebenso aus erster Hand erfuhr.

„Das Team ist super eingespielt, alle sind den Patientinnen und Patienten gegenüber sehr zugewandt“, hielt Raith als Fazit fest, bevor mit Bereichsleiter Bernhard Hackl noch ein Blick in die Arbeitsabläufe der Zentralen Notaufnahme erfolgte. Ganz neu waren diese Erlebnisse für den Landrat indes nicht: Erfahrung sammeln konnte er bereits während seiner Ausbildung zum Pflegediensthelfer in der Bundeswehr. Eine zusätzliche Rettungssanitäter-Ausbildung schon in jungen Jahren weckte die Leidenschaft, auch in Notfällen für seine Mitmenschen da zu sein.


Landrat trifft auf Schulsanitäter


Zeitgleich zum Tag der Pflege am 12. Mai richteten die Arberlandkliniken auch den jährlichen Schulsanitätertag aus. Franz Kandler, Pflegedirektor der Arberlandkliniken, empfing die Gäste in Zwiesel; Manuela Schöberl, Ausbildungsleitung Pflege, in Viechtach. Bei praktischen Übungen erfuhr der Nachwuchs, wie sich kleine Verletzungen am besten versorgen lassen, und was es beim Nähen einer Wunde zu beachten gilt. Ganz praktisch durfte das an einer Orangenschale geübt werden. Im Anschluss bekamen die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit, eine Reanimation in Theorie und Praxis sowie korrekte Blutdruckmessungen durchzuführen.
 

Freie Ausbildungsplätze in der Pflege


Zuvor läutete bereits Raimund Kreutzer vom Caritas Berufsbildungszentrum für soziale Berufe Zwiesel die Woche der Pflege und Teilhabe ein. In der Arberlandklinik Viechtach begleitete er die Zentrale Praxisanleiterin Katharina Neumaier bei der Praxisanleitung einer Auszubildenden zur Vorbereitung auf das praktische Staatsexamen auf Station 3. Im Anschluss konnte Kreutzer die pflegerischen Abläufe der Patientenbetreuung in Begleitung einer Pflegefachkraft aktiv miterleben.

Mit all ihrer Vielfalt sollen die Aktionen dazu beitragen, junge Menschen für eine Karriere in der Pflege zu begeistern und die Attraktivität des Berufs zu steigern. Die Arberlandkliniken bieten insgesamt neun verschiedene Ausbildungsberufe an, mit den meisten Plätzen in der Pflege. Bewerbungen zum Ausbildungsbeginn im Herbst 2026 werden unter jobs.arberlandkliniken.de entgegengenommen.

„Mir ist wichtig, dass alle Menschen den Wert der Pflege und medizinischen Tätigkeit erkennen“, betont Landrat Dr. Ronny Raith. Bei allen Diskussionen um eine Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens sei es wichtig, die Bedürfnisse der Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Und Pflegedirektor Franz Kandler ergänzt: „Die Woche der Pflege soll Wertschätzung für diejenigen zeigen, die sich mit ihrer fachlichen Qualifikation und großer Leidenschaft für andere einsetzen.“






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