Die Arberlandklinik Zwiesel bietet eine spezialisierte Behandlung mit dem Rafaelo®-Verfahren an.
Hämorrhoiden sind ein weit verbreitetes Leiden und können unter anderem Blutungen, Juckreiz, Nässen, Schmerzen oder ein unangenehmes Fremdkörpergefühl verursachen. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie der Arberlandklinik Zwiesel ist auf die proktologische Behandlung bei Hämorrhoidalleiden spezialisiert und setzt nun bei der Behandlung auf ein modernes, minimalinvasives Verfahren. Mit der sogenannten Rafaelo®-Prozedur steht Patientinnen und Patienten eine schonende Alternative zu klassischen operativen Behandlungsmethoden zur Wahl.
„Das Besondere dieses neuen Verfahrens ist, dass die vergrößerte Hämorrhoide über eine Sonde mit Radiofrequenzenergie von innen verödet wird“, erklärt Chefarzt Dr. Pavel Blaha, Facharzt für Chirurgie und spezielle Viszeralchirurgie an der Arberlandklinik Zwiesel. „Die Radiofrequenz erzeugt Wärme, wodurch das behandelte Ge-webe schrumpft.“ Da auf das Herausschneiden der inneren Hämorrhoiden verzichtet werden kann, wird das umliegende Gewebe möglichst geschont und vergleichsweise wenig verletzt.
Kurze Erholungszeit und schmerzarm
Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung, sodass Patientinnen und Patienten nach wenigen Tagen Erholungszeit meist schnell wieder am Alltag teilhaben können. Um die zehn Minuten dauert die Verödung eines Knotens, berichtet Dr. Blaha. Bis erste Ergebnisse sichtbar beziehungsweise spürbar sind, vergeht etwas Zeit. Denn die Schrumpfung des Hämorrhoidalgewebes vollzieht sich normalerweise in den da-rauffolgenden drei bis vier Wochen. Postoperative Schmerzen sind dabei vergleichsweise gering ausgeprägt.
„Nicht jede Hämorrhoidalerkrankung benötigt eine Operation und nicht jede Patientin oder jeder Patient ist für das Rafaelo®-Verfahren geeignet“, betont Chefarzt Dr. Blaha. Deshalb steht für ihn am Anfang immer eine individuelle Untersuchung und Beratung. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch informiert der Koloproktologe zunächst über das Verfahren und bietet auf Wunsch auch eine Nachsorgeuntersuchung in der Sprechstunde an. Gerade Menschen mit Hämorrhoiden vom Grad III können Dr. Blaha zufolge von der Rafaelo®-Prozedur profitieren, wenn diese beim Pressen oder Stuhlgang heraustreten und nicht wieder von selbst zurückgehen. Ab Grad IV – wenn sich die Hämorrhoiden nicht mal mehr mit dem Finger zurückschieben lassen – kommt für Dr. Blaha jedoch meist nur ein stationärer, operativer Eingriff infrage. Es müsse aber in jedem Einzelfall je nach Ausprägung und individuellen körperlichen Gegebenheiten entschieden werden.
Mit der Einführung des Rafaelo®-Verfahrens erweitert die Arberlandklinik Zwiesel ihr Angebot in der modernen Proktologie um eine weitere minimalinvasive Behandlungsmöglichkeit. Bei einem guten Ansprechen kann der ambulante Eingriff im besten Fall mehrere Jahre beschwerdearm oder beschwerdefrei machen. Für Patientinnen und Patienten aus der Region bedeutet dies kurze Wege und Zugang zu einem zusätzlichen schonenden Therapieverfahren direkt vor Ort.
