Zweiter Klinikstudententag in den Arberlandkliniken

Die Arberlandkliniken fördern seit mittlerweile 12 Jahren junge Menschen auf Ihrem Weg zum Arzt oder zur Ärztin.



Ziel des Förderprogramms ist es, die medizinische Versorgung auch in Zukunft in ländlichen Gebieten sicherzustellen. Aktuell werden insgesamt 25 Medizinstudentinnen und Medizinstudenten aus dem Raum Ostbayern mit zwei verschiedenen Stipendien unterstützt. Ein Teil der Stipendiaten besuchte vor kurzem die Arberlandklinik Viechtach zum zweiten Klinikstudenten-Tag.

Der sogenannte „Klinikstudenten-Tag“ wurde 2021 erstmals durchgeführt und war bereits ein voller Erfolg. Das Tagesprogramm des diesjährigen Aktionstages startete mit einer offiziellen Begrüßung durch die stellvertretende Personalleitung Susanne Geier und Mitarbeiterin für Personalgewinnung Eva Liebhaber. „Wir freuen uns, dass Sie alle heute bei uns da sind. Bereits seit 2010 bieten wir das Förderprogramm Arberland-Klinikstudent, damals noch unter dem Namen Bayerwald-Student, an.“ begrüßte Geier die Anwesenden. „Aktuell sind an unseren beiden Kliniken sieben Assistenzärzte beschäftigt, welche über das Förderprogramm zu uns gekommen sind und weit über die vertragliche Bindung hinaus, bei den Arberlandkliniken geblieben sind.“ Eine Karriere als Mediziner sei auch über ein solches Stipendium möglich. So hat eine Absolventin bereits die Position der Funktionsoberärztin der Inneren Medizin in der Arberlandklinik Zwiesel übernommen.

In einer gemeinsamen Vorstellungsrunde waren neben Geier und Liebhaber auch Ärztlicher Direktor der Arberlandklinik Viechtach Dr. Günther Schmerbeck, Leitender Oberarzt der Inneren Medizin Markus Metzger, Oberarzt der Gefäßchirurgie Dr. Jörg Peter Mertens und Assistenzarzt der Inneren Medizin Michael Hauptmann anwesend. Nach einer Mittagspause mit Häppchen, welche von den Studierenden aus unterschiedlichen Semestern zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch von eigenen Erfahrungen genutzt wurde, folgten zwei praktische Workshops. In zwei Gruppen im Wechsel mit je sieben Personen konnten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten beim Ultraschall- und Nähkurs unter Beweis stellen und vertiefen. Neben Hauptmann standen Assistenzarzt der Gefäßchirurgie Josef Vecera und Assistenzarzt der Unfallchirurgie Ferenc Tóth helfend zur Seite und beantworteten alle Fragen der Nachwuchsmediziner. 

„Die Rückmeldungen der Stipendiaten waren durchwegs positiv“, so das Resümee von Liebhaber, welche in ihrer Tätigkeit auch erste Ansprechpartnerin für die Klinikstudenten ist. „Die Studentinnen und Studenten konnten sich gegenseitig kennenlernen und gemeinsam austauschen, ob über Inhalte des Studiums oder bereits absolvierte Praktika an den Arberlandkliniken.“ Auch Geier berichtet Positives: „Für uns als zukünftigen Arbeitgeber stellt der Klinikstudenten-Tag eine wichtige Möglichkeit dar, im direkten Kontakt mit unseren Stipendiaten den gegenseitigen Austausch zu suchen und sowohl über individuelle Zukunftspläne, als auch über eventuell bestehende oder möglicherweise auftretende Probleme während des Studiums zu sprechen.“ 

Zwei verschiedene Stipendienprogramme bieten die Arberlandkliniken angehenden Medizinern an. Für das „Arberland Klinikstudent“- Förderprogramm können sich Abiturienten, die im Vergabejahr des Stipendiums ein Medizinstudium beginnen wollen als auch bereits eingeschriebene Studenten der Humanmedizin bewerben. Auch eine Förderung in bereits höheren Semestern ist möglich. Zusätzlich vergeben die Arberlandkliniken im Rahmen des „Arberland-Klinikstudent ohne NC & Wartezeit“ Förderprogramms pro Jahr bis zu drei Studienplätze ohne Numerus clausus und ohne Wartezeit. Studiert wird dabei in englischer Sprache an der staatlichen Universität Rijeka, Kroatien. Der Studienabschluss bzw. das Staatsexamen ist approbationsfähig in Deutschland und somit gleichwertig zum deutschen Staatsexamen. 

„Mit unseren Förderprogrammen möchten wir interessierte junge Leute schon möglichst früh für unsere Kliniken gewinnen und so natürlich langfristig den medizinischen Nachwuchs in der Region sicherstellen“, so Geier. Als wichtige Grundvoraussetzung für die Vergabe der Stipendien gilt daher für die Arberlandkliniken der persönliche Bezug zur Region „Bayerischer Wald“, weshalb Bewerberinnen und Bewerber für den Erhalt der Förderleistungen bevorzugt aus den Regierungsbezirken Niederbayern oder Oberpfalz kommen oder einen direkten Bezug zu dieser Region haben sollten. 

Die Stipendienprogramme bieten eine finanzielle Grundförderung, viele Möglichkeiten zum Kennenlernen der Arbeit im Klinikalltag sowie einen sicheren Arbeitsplatz nach Studienabschluss durch eine mindestens dreijährige Anstellung als Assistenzarzt/Assistenzärztin in den Arberlandkliniken. Zudem stellen die Arberlandkliniken den Stipendiaten auch ärztliche Paten zur Seite, welche schon während des Studiums als fachliche Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung stehen. Detailliertere Informationen zu den jeweiligen Stipendienprogrammen finden Interessierte auf der Webseite der Arberlandkliniken unter der Rubrik „Beruf und Karriere“.

 

Auf dem Foto zu sehen: 
Stv. Personalleitung Susanne Geier (ganz rechts), Mitarbeiterin der Personalabteilung Eva Liebhaber (2.v.r) mit einem Teil der Klinikstudenten






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