Verabschiedung von Pflegedienstleitung Angela Schwarz in den Ruhestand

Am Dienstagabend wurde Angela Schwarz, langjährige Pflegedienstleitung der Arberlandkliniken, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, nachdem sie zum Ende des Jahres ihre Tätigkeit als Vorgesetzte von knapp 500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Zwiesel und Viechtach beenden wird.



Vorstand Christian Schmitz und stellvertretender Pflegedienstleiter Franz Kandler, der die Aufgaben der Pflegedienstleitung vorerst kommissarisch weiterführen wird, bedankten sich bei einer kleinen Feierrunde für den Einsatz von Schwarz.

Schwarz war seit 2012 an den Arberlandkliniken tätig. Eigentlich sei Schwarz aber ein „Landkreiseigengewächs“, dass uns bis dahin über drei Jahrzehnte verloren gegangen sei, begann Schmitz seine Dankesrede. Nach dem Realschulabschluss in Regen war Schwarz über ein Praktisches Soziales Jahr und die Ausbildung zur Krankenschwester im Klinikum Deggendorf zur Pflege gekommen. Anschließend war sie 24 Jahre im OP im Klinikum Deggendorf tätig, bevor sie mit fast genau 44 Jahren nach neuen Herausforderungen suchte. Sie übernahm 2004 die Personalkoordination für den Bereich OP und absolvierte parallel dazu eine Weiterbildung zur Leitung des Pflegedienstes. Zusätzlich übernahm Schwarz 2007 auch die Pflegedienstleitung an der Fachklinik Osterhofen und 2008 dann die Position der Bereichsleitung OP-Management am Klinikum Deggendorf und begann parallel dazu ein Fernstudium im Bereich Pflegemanagement, bevor sie sich 2010 am Klinikum Passau den Aufgaben der stellvertretenden Pflegedirektorin stellte und zwei Jahre später zu den Arberlandkliniken kam. „Sie haben wahnsinnig viel Dynamik im Lebenslauf und sich parallel zum Beruf immer wieder weitergebildet“, stellte Schmitz wertschätzend fest.

„Sie haben die Pflege in den Arberlandkliniken weiterentwickelt. Die erhebliche Professionalisierung in der Pflege, haben wir Ihnen zu verdanken.“ Als persönliche Leistung besonders hervorzuheben sind u.a. die Weiterentwicklung der pflegerischen Leitungsstruktur sowie der pflegerischen Ausbildung. Zudem wurde im Rahmen der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung frühzeitig Personal eingestellt. „Wir stehen heute ganz anders da, als Sie zu uns gekommen sind. Mit der Struktur von vor 10 Jahren wären wir heute in der Pflege sehr schlecht aufgestellt“, so Schmitz weiter. Von Schwarz maßgeblich vorangetrieben wurden zudem die Umsetzung der pflegerischen Expertenstandards, der Aufbau des internen Entlassmanagements, die Umstrukturierung der Zentralen Notaufnahmen sowie der Aufbau einer eigenen Logopädie und Ergotherapie. „Sie waren bei Baumaßnahmen immer beteiligt und haben ihre Kompetenz mit eingebracht. Auch bei der Einführung der digitalen Patientenkurve, waren sie offen für die Digitalisierung“, so Schmitz weiter. Weiter hob Schmitz hervor, dass Schwarz bis zum letzten Tag versucht hat mit Herzblut und Fleiß zu gestalten. „Ich habe mich oft gefragt, wie sie Ihre Hobbys zeitlich noch untergebracht haben. Ich wünsche Ihnen, dass sie diese jetzt ausleben können.“

Auch Dr. Ilja Alexeenko, Chefarzt der Gefäßchirurgie in der Arberlandklinik Viechtach bedankte sich bei Schwarz: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege werden sie vermissen, als jemand der immer für sie da war und sie geschützt hat. Sie haben ein offenes Ohr für die Wünsche der Mitarbeiter gehabt und deren Interessen vertreten.“ 

Schwarz sprach abschließend allen Anwesenden ihren Dank für die Zusammenarbeit in den letzten 10 Jahren, die viel zu schnell vergangen seien, aus. „Ich habe immer versucht die Pflege zu vertreten und gleichzeitig auch wirtschaftliche Belange zu berücksichtigen. Oftmals sind hier zwei verschiedene Welten aufeinandergetroffen, aber wir haben immer einen gemeinsamen Konsens gefunden. Ich habe hier Bayerwäldler kennen gelernt die anpacken, das habe ich nicht überall so erlebt“, so Schwarz.

Die Suche nach einer Leitung für die Pflegedirektion der beiden Klinikstandorte läuft aktuell. Im ersten Quartal 2023 wird der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens diesbezüglich die Entscheidung treffen, wer die Nachfolge von Schwarz antreten wird. Gleichzeitig wird es in Zukunft auch pro Standort eine hauptverantwortliche Pflegedienstleitung geben, die der Pflegedirektion zugeordnet ist, um den vielen standortbezogenen Herausforderungen gerecht zu werden und für die Pflegefachkräfte einen klaren Ansprechpartner vor Ort zu definieren, der nicht zwischen beiden Standorten wechseln muss.

Auf dem Bild ist zu sehen: 
Angela Schwarz (4.v.l.) zusammen mit Vorstand Christian Schmitz (3.v.l.), stellvertretender Pflegedienstleitung Franz Kandler (1.v.r) und einem Teil der Führungskräfte bei der kleinen Feierrunde 






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