Physician Assistant – Stipendiaten und Studierende an den Arberlandkliniken

In den Arberlandkliniken gibt es seit 2021 ein neues Berufsbild: Den Physician Assistant.



Mit Conrad Thums und Timo Ashabov werden ab diesem Jahr zwei weitere angehende Medizinassistenten mit einem Stipendium für ihr Studium an der Hochschule Döpfer (HSD) in Regensburg gefördert.

Angesichts der zunehmenden Komplexität der Versorgung auf Grund der medizinischen, medizinisch-technischen und demografischen Entwicklung, von Vernetzungserfordernissen und der hierfür notwendigen berufsübergreifenden Versorgungskonzepte, müssen Ärzte stärker als bisher unterstützt und von Tätigkeiten entlastet werden. Es brauche jedoch nicht immer ein Medizinstudium, um eine Antwort auf den demografischen Wandel und den damit einhergehenden Ärztemangel zu finden, teilen die Arberlandkliniken mit ihren Standorten in Viechtach und Zwiesel mit. „Ich habe mich für dieses Studium entschieden, da ich meine Kompetenzen im medizinischen Bereich erweitern möchte und mir dadurch für die Zukunft mehrere Wege offen stehen, die Ärzte mit meinen erworbenen Wissen zu unterstützen“, berichtet Timo Ashabov, einer der Stipendiaten.

Studiumsförderung zum Physician Assistant

Personalleitung Stephanie Blüml betont die Vorteile der PA`s für die Arberlandkliniken: „Durch die Förderung der Weiterbildung zum Physician Assistant kann unseren Mitarbeitern die Möglichkeit zur internen Qualifizierung und Schulung geboten werden. Des Weiteren tragen die PA`s einen maßgeblichen Teil zur Stabilisierung unterschiedlicher Bereiche bei“.

Die Arberlandkliniken möchten auch künftig die Medizinassistenten von Beginn an fördern und subventionieren ein Studium für bestehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich qualifizieren möchten. Über eine Kooperation mit der HSD können diese eine Finanzspritze erhalten.

Die Wahl fiel dieses Jahr auf Conrad Thums und Timo Ashabov. Beide Mitarbeiter sind seit mehreren Jahren als Gesundheits- und Krankenpfleger, in der Zentralen Notaufnahme in Viechtach und im OP in Zwiesel, im Unternehmen beschäftigt. Seit September diesen Jahres heißt es für die beiden nun: Raus aus dem Krankenhausalltag und rein in den Hörsaal!

„Ich bin froh, tolle Kandidaten für die Förderung dieses Jahr gefunden zu haben und spreche meinen Respekt gegenüber all jenen aus, die diesen Schritt der Weiterbildung insbesondere berufsbegleitend gehen“, so Blüml.

Auch Ashabov drückt seine Dankbarkeit bezüglich der Studienfinanzierung aus: „Es ist für mich eine große finanzielle Unterstützung, von den Arberlandkliniken gefördert zu werden und das schätze ich sehr!“

Berufsbegleitendes Studium an der Hochschule Döpfer

„Es ist schon eine Herausforderung, sich nach einem langen Arbeitstag im OP noch aufzuraffen und abends online fürs Studium zu lernen, aber ich bin dennoch froh, mich für die Weiterbildung parallel zur Arbeit entschieden zu haben“, erklärt Ashabov.

Im Laufe des Bachelorstudiums erwerben die Studierenden Kompetenzen, die sie qualifizieren, ihr Fachwissen an sich rasch wandelnde Anforderungen anzupassen und spezielle medizinische Problemstellungen auf dem Niveau des internationalen Fachstandards wissenschaftlich fundiert zu bearbeiten. Sie entwickeln ebenso ein kritisches Bewusstsein für ethisch bedeutsame Anforderungen und Probleme in ihrem späteren Tätigkeitsfeld.

Acht Semester parallel zum Beruf an der Technischen Hochschule Deggendorf

Nicht nur an der HSD in Regensburg kann ein Studium zum PA begonnen werden, sondern auch an der Technischen Hochschule in Deggendorf (THD), wie es Julia Kettenacker im Wintersemester 2022 beginnt. Als Medizinische Fachangestellte in der Zentralen Notaufnahme in Viechtach unterstützt Kettenacker die Arberlandkliniken auch weiterhin parallel zu ihrem Studium.

Aufgeteilt auf acht Semester werden den Studierenden Grundlagen in unterschiedlichen Bereichen vermittelt, wie beispielsweise der Neuroanatomie, der Mikrobiologie oder der Notfallmedizin. Während des Studiums durchlaufen die Studenten zwei praktische Einsätze, die an den Kooperationseinrichtungen, wie den Arberlandkliniken, absolviert werden können. Im dritten Semester handelt es sich dabei um die Berufsfelderkundung, im fünften Semester um das klinisch-medizinische Praktikum.

Voraussetzung für die Tätigkeit als Physician Assistant ist die akademische Ausbildung auf Basis eines Studiums. Damit erwirbt man die medizinischen Fachkenntnisse und formalen Voraussetzungen, um ärztlich delegierbare Tätigkeiten an Patienten selbstständig unter Berücksichtigung ethischer und betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte auszuüben.

Die Arberlandkliniken sind stolz, auch 2022 wieder Studierende zum Physician Assistant fördern zu dürfen und wünschen Ihren Stipendiaten viel Erfolg und Durchhaltevermögen für den weiteren Studienweg.






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