Zukunftsfähige Krankenhausversorgung

Die Klinik-Kompetenz-Bayern eG kritisiert die Ergebnisse der Studie „Zukunftsfähige Krankenhausversorgung“ der Bertelsmann Stiftung.



Kann die Zukunft der bayerischen Krankenhauslandschaft die Schließung kleiner, regionaler Kliniken zugunsten weniger großer Kliniken sein?

So zumindest lautet die Lösung der Bertelsmann Stiftung, für die in der Studie „Zukunftsfähige Krankenhausversorgung“ untersuchte Region des Großraums Köln.

Grundsätzlich wenig vergleichbar ist nach Ansicht des Vorstands der Klinik-Kompetenz-Bayern eG das untersuchte Ballungsgebiet mit den weit aufgegliederten Strukturen in Bayern. Hier sichert die wohnortnahe stationäre Behandlung auch in ländlichen Räumen eine hohe medizinische Qualität, die in vielen Fällen Hand in Hand mit der Betreuung durch die Haus- und Fachärzte der Patienten geht.

„Diese Vernetzung setzt sich bei der stationären Behandlung der Patienten fort, denn ein entscheidendes Qualitätsmerkmal kleinerer regionaler Kliniken ist unter anderem die enge Vernetzung und Kooperation mit überregionalen Kliniken. Die so gewachsenen Netzwerkstrukturen sichern dem Patienten die beste Versorgung in Zusammenarbeit mit den überregionalen Zentren oder in Verbindung mit dem Zentrum in der Klinik vor Ort“, so Mitglied des Vorstands Martin Rederer.

Dies bestätigt auch Vorstand der Arberlandkliniken Christian Schmitz für die Häuser in Zwiesel und Viechtach. „Für Ballungsräume ist die Situation eine andere als in einem Flächenland wie Bayern“, erklärt er. „In Grenzregionen wie unserer, geht die Versorgung in unseren Kliniken weit über die eines reinen Grund- und Regelversorgers hinaus. Wir sind mit der wichtigste Anlaufpunkt für Kranke, vor allem in Hinblick darauf, dass sich Ärzte aus der Fläche und vom Land mehr und mehr zurückziehen.“ Zudem beteiligen sich die Arberlandkliniken aktiv am Notarztdienst und gestalten maßgeblich die ambulante Gesundheitsversorgung mit den Angeboten des Medizinischen Versorgungszentrums „MVZ Arberland“. „Wir setzen uns für die Weiterentwicklung der Gesundheitsregion Arberland in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle ein“, so Schmitz weiter. Als regionaler Gesundheitsversorger stehen für die Arberlandkliniken die Bürger in und um den Landkreis Regen im Vordergrund der Bestrebungen.

Zudem ermöglicht die wohnartnahe klinische Behandlung eine hohe Integration in die ärztlichen Strukturen der Haus- und Fachärzte der Patienten, was zu einer effizienten Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Behandlung bis hin zu häuslicher Pflege führen kann – eine vollumfängliche Betreuung die bei großen räumlichen Entfernungen schwer vorstellbar ist.

Klar widersprochen werden muss auch der Schlussfolgerung, dass sich mit der Konzentration auf wenige große Kliniken die Versorgungsqualität grundsätzlich verbessern lassen würde. Die Qualität der Versorgung in den Häusern der Klinik-Kompetenz-Bayern eG wird seit vielen Jahren kontinuierlich gemessen, ausgewertet und transparent dargestellt. Im Ergebnis wird den Häusern der Klinik-Kompetenz-Bayern eG ein durchweg hohes Niveau bei der stationären Betreuung bestätigt.

Auch die in der Studie angesprochene Spezialisierung wurde in den Häusern der Klinik-Kompetenz-Bayern eG in vielen Bereichen schon umgesetzt. So ist es selbstverständlich, dass sich viele kleinere Kliniken zu über ihrer Region hinaus bekannten Zentren entwickelt haben. So wurde beispielsweise auch das Endoprothetikzentrum der Arberlandklinik Zwiesel von einer unabhängigen Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) für den Ersatz von Knie- und Hüftprothesen zertifiziert.

Nicht zuletzt stellt eine wohnortnahe Krankenhausversorgung einen Standortvorteil im regionalen Wettbewerb kleiner und mittelgroßer Städte mit Ballungsräumen dar, der auch außerhalb dieser Ballungsräume zu einer stabilen regionalen und sozialen Infrastruktur beiträgt. Eine zukunftsfähige Krankenhausversorgung kann nur im Zusammenspiel aller Krankenhausakteure sowie der ambulanten Betreuung wohnortnah funktionieren.

Klinik-Kompetenz-Bayern eG

Mit dem Ziel, die kommunalen und freigemeinnützigen Kliniken effektiv zu vernetzen, hat die Klinik-Kompetenz-Bayern (KKB), eine eingetragene Genossenschaft (eG), im Januar 2011 die gemeinsame Arbeit aufgenommen - damals noch mit zehn Trägern mit 25 Kliniken. Im Januar 2019 gehören dem Verbund 31 Träger mit 60 Kliniken an. Mit der KKB verbunden sind über ihre Mitglieder auch zahlreiche Medizinische Versorgungszentren, Pflegeheime und Service-Wohnanlagen („Betreutes Wohnen“).

Rund 11.000 Betten im akutstationären Bereich und werden von der Klinik-Kompetenz-Bayern repräsentiert. Im Verbund werden jährlich rund 1,4 Mio. Patienten versorgt.

Insgesamt beschäftigen die Klinken, die aktuell zur Genossenschaft zählen, rund 32.000 Mitarbeiter und haben ein DRG-Budget-Volumen von knapp 1,6 Milliarden Euro sowie einen Gesamtumsatz von rund 2,1 Milliarden Euro.

  • Die KKB steht für praxistaugliche und bedarfsgerechte Lösungen sowie flexible Denkweisen, um den weitreichenden Wandel im Gesundheitssystem erfolgreich zu gestalten. Veränderungsprozesse können flächendeckend und schnell angestoßen werden.
  • Die KKB leistet einen wesentlichen Beitrag zur Konzeption einer zukunftssicheren medizinischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger.
  • Die KKB unterstützt die Kommunen – Landkreise und kreisfreie Städte – dabei, ihrer rechtlichen Verpflichtung nachzukommen und die medizinische Versorgung vorzuhalten.

 

Weitere Infos über den Klinik-Verbund finden Sie im Internet unter http://www.klinik-kompetenz-bayern.de/






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