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Schritt für Schritt zur Normalität

Diese Lockerungen gelten ab sofort in den Arberlandkliniken

Nach Aufhebung des Katastrophenfalls im Freistaat Bayern gab es am vergangenen Wochenende auch neue Vorgaben für den Alltag bayerischer Krankenhäuser. Der Pandemiestab der Arberlandkliniken – bestehend aus den Ärztlichen Direktoren, den hygienebeauftragten Ärzten, den internistischen Chefärzten, der Pflegedienstleitung, dem Pandemiebeauftragten, den Hygienefachkräften, Vorstand, Kaufmännischer Leitung sowie der Leitung Unternehmenskommunikation - hat diese in der letzten Sitzung umfangreich besprochen und mit dem Ziel die Lockerungen zeitnah an alle Mitarbeiter sowie Patienten und Besucher weiterzugeben.


  |   Stephanie Blüml

Mit der aktuellen Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege wurde nun ein bedeutender Schritt in Richtung regulären Klinikbetrieb – inklusive Durchführung von Sprechstunden und geplanten Operationen – gemacht. Voraussetzung hierfür ist die kurzfristige Vorhaltung weiterer Kapazitäten und Isolierbereiche, sollte es zu einem Anstieg von COVID-19-Erkrankungen kommen.In den Arberlandkliniken gab es seit rund vier Wochen keinen stationären COVID-19-Fall mehr.

Eine besondere Bedeutung kommt weiterhin dem Pandemiebeauftragten der jeweiligen Klinik zu, welcher im Bedarfsfall die Belegungssituation in der jeweiligen Einrichtung und gegenüber Behörden sowie dem Rettungsdienst koordiniert. „Aufgrund der Erfahrungen, die wir in den vergangen Wochen und Monaten gesammelt haben, wissen wir, dass wir auch kurzfristig bei steigenden Patientenzahlen reagieren können“, so der Pandemiebeauftrage der Arberlandkliniken Dr. Jörg Mertens. „Im Landkreis Regen und in den Arberlandkliniken kommt es uns insbesondere zugute, dass wir kurze Wege untereinander haben, was eine schnelle Abstimmung erleichtert.“

Das weitere Hochfahren des Klinikbetriebs ist mit gewissen Vorgaben der Staatsregierung verbunden. Patienten und Besucher müssen weiterhin bei Betreten der Klinik ein sogenanntes Screening durchlaufen und werden auf die Einhaltung von Hygieneregeln (z.B. Händedesinfektion und Abstandsregeln) hingewiesen. Verdachtspatienten oder Risikogruppen werden weiterhin vor oder bei Aufnahme in die Klinik präventiv auf den Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet. Die umfangreichen Reihentestungen aller Patienten sind nicht mehr notwendig. Die Entscheidung über die Durchführung eines Tests liegt beim jeweils behandelnden Arzt. Die Durchführung der Abstriche übernehmen weiterhin die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ Arberland) der Kliniken in Viechtach und Zwiesel. Die Kosten für die Abstriche werden bis zu einer Höhe von 52,50 Euro von den Krankenkassen getragen – dieser Betrag ist leider nicht auskömmlich, da die Kosten je nach durchführendem Labor variieren. In den Arberlandkliniken betragen die Kosten für einen Abstrich aktuell 59 Euro.

Die Planung der verschobenen OP-Termine erfolgt nach der medizinischen Dringlichkeit und immer in gemeinsamer Abstimmung zwischen behandelnden Arzt und Patienten. Denn auch planbare Operationen können nicht endlos aufgeschoben werden. Durch die neuen Regelungen ist nun nahezu ein Normalbetrieb in den Kliniken möglich – unter erhöhten COVID-19-bedingten Sicherheitsmaßnahmen und immer mit Blick auf das lokale Infektionsgeschehen. Die Verantwortlichen verweisen weiterhin darauf, dass sowohl in der Arberlandklinik Zwiesel, als auch in der Arberlandklinik Viechtach, Patienten keine Angst vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr haben müssen. Wichtig sei die Einhaltung der gebotenen Hygieneregeln.

Die Besuchsregelungen müssen nach Vorgabe der Staatsregierung weiterhin so bestehen bleiben. Dies heißt für die Arberlandkliniken, dass Besuche nur durch eine feste Kontaktperson, welche bereits bei Aufnahme des Patienten in der Klinik abgefragt wird, erlaubt sind. Die Verantwortlichen haben vereinbart, die Besuchszeiten in beiden Häusern auf den Zeitraum zwischen 16 Uhr und 19 Uhr täglich auszuweiten - außerdem darf ein Besuch nun insgesamt zwei Stunden dauern.

„Die Corona-Pandemie hat Mitarbeitern in Krankenhäusern einiges abverlangt und vor große Herausforderungen gestellt“, sind sich die Ärztlichen Direktoren Dr. Günther Schmerbeck (Viechtach) und Dr. Christian Pötzl (Zwiesel) einig. Alle geforderten Regelungen, wie beispielsweise strenge Hygiene- und Zutrittsregelungen, die Verschiebung geplanter Operationen, die Durchführung von Screenings bei Betreten der Kliniken sowie die Durchführung umfangreicher Testungen für Patienten, wurden zeitnah und unkompliziert umgesetzt. An dieser Stelle seien insbesondere die Flexibilität und das Durchhaltevermögen aller Mitarbeiter der Arberlandkliniken, des MVZ Arberland sowie des Gesundheitsamtes Regen und aller Kooperationspartner hervorzuheben. „Wir sind wirklich stolz auf unsere Teams“, so die Ärzte. Denn nur mit einer eingespielten Mannschaft sei eine Pandemiesituation wie diese so gut zu meistern. „Auf diesem Weg ergeht außerdem auch ein ganz großer Dank an alle unsere Patienten und alle Besucher, welche sich durchwegs vorbildlich an die vorgegebenen Regelungen gehalten haben“, so die Ärztlichen Direktoren weiter.



Eingangshalle Arberlandklinik Zwiesel




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