Schnelle und umfassende Hilfe bei Arbeitsunfällen

Wer sich während der Arbeit, in der Schule, in der Land- und Forstwirtschaft oder auf dem Weg dorthin oder zurück verletzt, darf seinen Arzt nicht völlig frei wählen, sondern muss zu einem sogenannten Durchgangs-Arzt (kurz: D-Arzt). Die Zulassung hierfür wird von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erteilt. Die Arberlandklinik Zwiesel wurde nun für das Verletzungsartenverfahren (VAV) zugelassen. Der Unterschied zwischen dem stationären Durchgangsarzt-Verfahren (sDAV) und dem VAV ist der Grad der Schwere der Verletzungen, die ambulant und stationär behandelt werden dürfen.


  |   Stephanie Blüml

„Das Ziel zu erreichen war für uns nicht ganz einfach, da die Anforderungen der gesetzlichen Unfallfallversicherung stark gestiegen sind“, erklärt Chefarzt der Unfallchirurgie Christian Walter. „Die Zulassung für die höheren Anforderungen einer VAV-Behandlung spricht damit für die hohe Qualität unserer medizinischen Versorgung und die Bereitstellung einer umfangreichen Logistik.“ Nicht jedes Krankenhaus könne diese Anforderungen weiterhin erfüllen. „Abgesehen von Schwerstverletzungen, die nur einen geringen Anteil der stationären Behandlungen ausmachen, können wir damit an der Arberlandklinik Zwiesel alle unfallchirurgischen Verletzungen behandeln“, so der Chefarzt weiter.

Die Zulassung ist an strenge Anforderungen geknüpft, welche die personelle und räumliche Ausstattung der Kliniken betreffen. So muss beispielsweise 24-Stunden am Tag der Zugriff auf ein CT-Gerät möglich sein und die Tomographie rund um die Uhr befundet werden. Beim VAV-Verfahren ist zusätzlich die Befundung durch einen Neurochirurgen notwendig, der im Notfall auch für eine OP bereitsteht. Zudem müssen jederzeit Anästhesie- und Intensivärzte, sowie die entsprechende pflegerische Versorgung zur Verfügung stehen.

Bei BG-Patienten übernimmt die Unfallversicherung anstelle der Krankenkassen die Kosten für die Behandlung und betraut den Durchgangsarzt mit verschiedenen Aufgaben. Unter anderem koordiniert er die gesamte Behandlung, von der Erstversorgung bis zu einer möglichen Rehabilitation. Außerdem gibt er Empfehlungen für Entschädigungen ab.

Termine können in Zwiesel wie bisher über die Chirurgische Ambulanz (Tel. 09922/99-106) vereinbart werden. Zusammen mit der Arberlandklinik Viechtach, in der Chefarzt Michael Schäfer für die BG-Patienten zuständig ist (sDAV-Verfahren), stellen die Arberlandkliniken damit die wohnortnahe Erstversorgung von Arbeits- und Wegeunfällen im Landkreis Regen weiterhin sicher.






Zurück