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Aktuelle Maßnahmen im Umgang mit COVID-19

Bereits seit Beginn der Corona-Krise tagt im Landratsamt Regen täglich ein Krisenstab, um die Situation im Landkreis Regen bestmöglich zu organisieren. Nach Ausrufung des Katastrophenfalles durch Ministerpräsidenten Söder, hat Landrätin Rita Röhrl unter der Leitung von Regierungsdirektor Alexander Kraus die Führungsgruppe Katastrophenschutz (abgekürzt FüGK) einberufen, die sich aus besonders geschulten Mitarbeitern des Landratsamtes zusammensetzt und für alle im Krisenfall auftretenden Fragen und Situationen verantwortlich ist. Unterstützt wird die FüGK durch eine Örtliche Einsatzleitung, die technische und taktische Fragestellungen behandelt. „Wir haben hier mit Hermann Keilhofer als Kreisbrandrat und Günther Aulinger vom BRK erfahrene Einsatzleiter benannt“, so Landrätin Röhrl.


  |   Stephanie Blüml

Die FüGK wurde um sog. ereignisspezifische Mitglieder erweitert. Dies sind der Vorstand der Arberlandklini-ken Christian Schmitz, der Leiter des Gesundheitsamtes Regen Dr. Bernhard Edenharter und der Geschäftsführer der Arberland REGio GmbH Herbert Unnasch. Weitere Verantwortliche werden je nach Situation und Thema mit angefragt. „Es kommt uns zugute, dass wir alle ein eingespieltes Team sind, das auch im Katastrophenfall hervorragend zusammenarbeitet“, sagte Röhrl. Um die Situation im Landkreis Regen bestmöglich zu organisieren, finden regelmäßige Lagebesprechungen - mit entsprechenden Abstand - am Landratsamt statt, bei denen tagesaktuelle Themen besprochen werden.

Herbert Unnasch sicherte heute erneut die Unterstützung der Arberland REGio GmbH zu, insbesondere in Hinblick auf Fahrdienste, beispielweise zur Erledigung von Einkäufen, vor allem für ältere oder alleinstehende Personen. Zudem stellt er ab heute jeweils zwei Mitarbeiter aus dem Bereich Küche und Reinigungsdienst an die Arberlandkliniken ab. Schmitz bedankte sich hierfür vorab. Somit könne die Personalsituation in diesen Bereichen bereits ein wenig entspannt werden.

Dr. Bernhard Edenharter vermeldete nach aktuellem Stand heute insgesamt 25 Corona-Infizierte im Land-kreis Regen, wobei aber ca. 100 Testergebnisse ausstehen. In der Arberlandklinik Viechtach werden derzeit drei Patienten stationär im Alter zwischen 18 und 60 Jahren behandelt, wie auch Schmitz bestätigt. Ein Patient liegt auf der Normalstation, wobei die anderen beiden Patienten auf der Intensivstation untergebracht sind.

Sogenannten Abstrichstationen, über diese sich möglicherweise betroffene Bürger auf das SARS CoV-2-Virus testen lassen können, laufen seit letzter Woche an der Arberlandklinik Viechtach (Zeltbetrieb) und der Arberlandklinik Zwiesel (MVZ Arberland, direkt an der Arberlandklinik Zwiesel). Die Termine werden weiterhin zentral über das Gesundheitsamt Regen in Abstimmung mit den Arberlandkliniken vergeben.

Außerdem informiert Röhrl über Beatmungskapazitäten. „Wir bekommen hierzu derzeit gehäuft Anfragen. Wie bereits am Wochenende gemeinsam kommuniziert, bereiten wir uns auch diesbezüglich auf den Ernstfall vor. Wir haben in der Arberlandklinik Zwiesel offiziell sechs Beatmungsplätze gemeldet – in Viechtach insgesamt acht. Durch die Absage von geplanten Operationen könnten bei Bedarf beispielsweise auch Beatmungsgeräte aus den OP-Sälen genutzt werden. Die gemeldeten Zahlen, sind damit keine endgültigen Zahlen. Wir warten außerdem gerade auf eine Lieferung neuer Beatmungsgeräte. Zudem bereiten die Medizintechniker der Arberlandkliniken ältere Gerätschaften wieder neu auf, um auch hier zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Bitte lassen Sie sich von anderen Meldungen nicht verunsichern“ appelliert Röhrl an die Bevölkerung. Die Grund-, Regel- und Notfallversorgung sei dabei weiterhin vollumfänglich gewährleistet.

„Wir sind uns unserer besonderen Verantwortung als Landkreis Regen mit seinen Kliniken und mit den Medizinischen Versorgungszentren der MVZ Arberland GmbH in Zwiesel, Regen und Viechtach bewusst! Mit unseren Meldungen möchten wir Sie – die Bevölkerung im Landkreis Regen – so transparent wie möglich informieren und entsprechende beruhigen, dass die Verantwortlichen – und ich spreche hier sowohl für den Landkreis Regen als auch für die Arberlandkliniken als Tochterunternehmen – alles in der Macht stehende tun, um unseren Landkreis bestmöglich auf die Krise vorzubereiten“, schloss Röhrl ab. Die derzeitige Lage sei noch relativ entspannt, da in den letzten Wochen bereits eine hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgte.

Bei Fragen rund um das Thema Corona können sich die Bürger im Landkreis Regen weiterhin an die sogenannte Corona-Hotline wenden. Diese ist unter der Telefonnummer 09921/601-675 von Montag bis Samstag von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr und Sonntag von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr erreichbar.






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