Mobilisationsstuhl für die Intensivstation der Arberlandklinik Zwiesel

Die frühzeitige und regelmäßige Mobilisation von schwerkranken Patienten auf der Intensivstation zählt zu den vordringlichsten Aufgaben in der Intensivpflege und gilt außerdem als wichtige Grundlage für deren individuellen Heilungsprozess. Um diesen Prozess auch mit technischen Hilfsmitteln bestmöglich unterstützen zu können, beteiligte sich der Förderverein der Arberlandklinik Zwiesel vor kurzem bei der Anschaffung eines sogenannten „Mobilisationsstuhls“ für die Intensivstation der Arberlandklinik Zwiesel.


  |   T.B.

Der auf Basis von pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen speziell für den Einsatz auf Pflegestationen entwickelte Mobilisationsstuhl – kurz: Mobilizer – stellt ein wichtiges technisches Hilfsmittel dar, welches nicht nur die Therapie schwerstkranker Patienten verbessert, sondern zugleich auch die körperliche Belastung der Pflegekräfte deutlich reduziert. „Von einer zu Beginn passiven Mobilisation, das heißt ohne eigene motorische Anstrengungen, werden Patienten mithilfe des Therapiestuhls dann aus der horizontalen kommend zunehmend in eine sitzende bis hin zu einer teilweise aufrechten Position gebracht. Hierdurch werden das Herz-Kreislaufsystem, die Motorik, die Muskelspannung und auch die geistigen Fähigkeiten der Patienten angeregt und gestärkt, was allgemein zu einer schnelleren Erholung bei betroffenen Patienten beiträgt“, erklärt der stellvertretende Chefarzt der Abteilung Anästhesie- und Intensivmedizin in der Arberlandklinik Zwiesel, Dr. med. Daniel Lohr.

Mit den bisher genutzten mechanischen Stühlen forderte die Mobilisation von Intensivpatienten, welche oftmals auch beatmet werden müssen, von den Pflegekräften einen hohen körperlichen Einsatz. Der neue elektrische Therapiestuhl kann individuell stufenlos höhenverstellt werden und durch frei montierbare Armauflagen können Patienten mit einem Gewicht bis zu 200 Kilogramm barrierefrei auf den Stuhl mobilisiert werden. Neben einem Zugewinn an Patientensicherheit und -komfort durch schonendere Bewegung, wird somit auch das Pflegepersonal körperlich deutlich entlastet. „Unser Ziel ist es, Patienten den Krankenhausaufenthalt zu erleichtern und unsere Mitarbeiter bestmöglich im Berufsalltag zu unterstützen“, so Angela Schwarz, Pflegedienstleitung der Arberlandkliniken.

Weiterhin freut sich auch Hans Richter, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Arberlandklinik Zwiesel, mit dieser finanziellen Unterstützung wieder an der richtigen Stelle investiert zu haben: „Der Förderverein legt großen Wert darauf, bei Spenden oder finanziellen Unterstützungen den Wünschen und Anregungen aus den jeweiligen Abteilungen nachzukommen. In diesem Fall unterstützen wir natürlich wieder gerne und es freut mich sehr, dass der Stuhl bei den Mitarbeitern gut ankommt und positiv zum Genesungsprozess bei schwerkranken Patienten beiträgt.“

Die Anschaffungskosten für den Mobilisationsstuhl betrugen knapp 15.000 Euro, von welchen der Förderverein mit 50 Prozent Beteiligung die Hälfte übernommen hat.






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