Ein neuer Personalrat für die Arberlandkliniken

Personalratsvorsitzender Martin Wagner sagt nach über 30 Jahren leise ‚Servus‘



Als einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Regen beschäftigen die Arberlandkliniken mittlerweile mehr als 1.000 Mitarbeiter. Wie bisher stehen innerhalb des elfköpfigen Personalratsgremiums zwei vollzeit-freigestellte Personalratsmitglieder für die Anliegen aller Beschäftigten in den Arberlandkliniken zur Verfügung. Ende September endete nun die Tätigkeit des langjährigen ersten Personalratsvorsitzenden Martin Wagner, der sich nun in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindet.

„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe“, getreu diesem Motto blickt Martin Wagner auf nunmehr 30 Jahre im Betrieb und davon etwa 15 Jahre Tätigkeit im Personalrat zurück. „Begonnen hat meine Arbeit in den Arberlandkliniken mit diversen Verhandlungen zu Dienstvereinbarungen wie der Leistungsorientierten Bezahlung (LoB). Es war mir immer wichtig, nicht Einzelinteressen, sondern das Kollektiv vordergründig zu behandeln“, so Wagner. „Ein für mich besonderes Erlebnis war 2018 die Übernahme von 223 Mitarbeitern des Tochterunternehmens Arberlandkliniken Service GmbH in die Arberlandkliniken, wodurch deutliche Lohnsteigerungen erzielt werden konnten. Auch 2022 konnten wieder Lohnerhöhungen für das Tochterunternehmen mit der Unternehmensleitung vereinbart werden“, berichtet Wagner. Zusätzlich unterstützte er die Arberlandkliniken in seiner Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragter und arbeitete mit der Schwerbehindertenvertretung zusammen. „Ich selbst habe immer versucht, Entscheidungen zu treffen, die mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbar waren. Nun wünsche ich meinen Nachfolgern viel Glück und ein gutes Händchen bei wichtigen Entscheidungen“, betont Wagner.

Seine Aufgaben übernimmt nun der bisherige stellvertretende Personalratsvorsitzende Michael Probst, der nach seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger und der anschließend abgeschlossenen Fachweiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege im Klinikum Barmherzige Brüder Regensburg im Jahr 1987 zum damaligen Kreiskrankenhaus Viechtach wechselte und im Jahr 1990 dem Personalrat beitrat. Nach seiner langjährigen Arbeit als pflegerischer Bereichsleiter der Abteilung Anästhesie und Intensiv in der Arberlandklinik Viechtach und seit 2001 als teilfreigestellter stellvertretender Personalratsvorsitzender ist er mit der Personalratstätigkeit bereits sehr vertraut. Für die Position des stellvertretenden Personalratsvorsitzenden wurde Jürgen Wach ab 01. Oktober 2022 offiziell als Nachfolger gewählt. Nach seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Klinikum Weiden lernte Jürgen Wach am Uniklinikum Regensburg verschiedenste Fachbereiche des Krankenhauses kennen. Anschließend absolvierte er eine Fachweiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege im Klinikum Weiden. 2011 wechselte er an die Arberlandklinik Viechtach und übernahm die pflegerische Leitung der Abteilung Anästhesie. Ab 2014 war er in der Arberlandklinik Zwiesel als Bereichsleitung Intensiv- und Anästhesiepflege tätig. Neben dieser Haupttätigkeit absolvierte er seine Weiterbildung als Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen. Aufgrund zahlreicher Erfahrungen und Qualifikationen war Jürgen Wach bereits jahrelang für Fortbildungen im Bereich Deeskalation und Reanimation zuständig. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf das abwechslungsreiche Tagesgeschäft. Die Belange aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Arberlandkliniken sind mir ein großes Anliegen, für die ich mich gerne einsetzen werde“, so Wach.

„Wir können uns jederzeit auf die Unterstützung und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Krankenhausleitung auf Augenhöhe verlassen. Unser Ansatz liegt dabei auf Kooperation statt Konfrontation. Dies zeigte sich dieses Jahr unter anderem bei der Durchführung des Veranstaltungsprogramms, welches schlussendlich großen Anklang bei den Mitarbeitern fand“, ergänzt Probst. Kliniken-Vorstand Christian Schmitz freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der Personalvertretung und den neu gewählten Personalratsvorsitzenden. „Beide Mitarbeiter sind alte Bekannte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist vor allem dann nötig, wenn Mitarbeiter- und Arbeitgeberinteressen manchmal voneinander abweichen, so dass gute Kompromisse gefunden werden können“, ergänzt Schmitz.

Auf dem Bild ist zu sehen:
Personalratsvorsitzender Michael Probst, ehemaliger Personalratsvorsitzender Martin Wagner und Stv. Personalratsvorsitzender Jürgen Wach (v.l.n.r.)






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